An Mozarts Geburtstag, Freitag, den 27. Januar um 20 Uhr fand im Rathaussaal eine musikalische Lesung statt, in der der Roman „Herr Mozart wacht auf“ von Eva Baronsky vorgestellt wurde. Veranstalter war der Literaturkreis Kitzingen in Kooperation mit der Evangelischen Stadtkirche.
|
Stellen Sie sich vor, Wolfgang Amadé Mozart stirbt und wacht 200 Jahre später im Wien unserer Zeit wieder auf. Das war der Ausgangspunkt für ein vergnügliches Gedankenspiel von Eva Baronsky, einer bislang unbekannte Autorin, die in ihrem Erstlingswerk beschreibt wie Herr Mozart in unserer Welt zurecht kommt. Daraus ist eine überraschende und wunderbare Geschichte geworden. Die geistreiche Fiktion des wieder auferstandenen Wolfgang hält die Autorin über die ganze Länge des Romans stringent durch und versieht den Text mit unzähligen amüsanten Details. |
|
Am Samstag, den 11. Februar, fand in der evang. Stadtkirche Kitzingen ein Konzert für Hornquartett und Orgel statt. Das „Ensemble cordial“ musizierte Werke für vier Hörner von alt bis modern, Carl Friedrich Meyer ergänzte das Programm mit Kompositionen für Orgel.
Im Frühjahr 2008 schlossen sich die vier ambitionierten Hornisten Gabi Lüdenbach, Iris Arnal, Charly Hopp und Hendrik Wächter zu einem herzlichen musikalischen Miteinander zusammen, woraus das Ensemble mit seinem Namen Cordial erwuchs. Denn das Horn entwickelt gerade im homogenen Quartettsatz seine reichhaltigen Facetten. Das Programm ist eine abwechslungsreiche Melange unterschiedlicher Stilrichtungen und Epochen, eigenen Arrangements und mehr.
Das Ensemble spielte bereits in Kitzingen bei „Klassik rockt“ im November 2010 und bei der Aufführung des „Stabat maters“ von Karl Jenkins unter Leitung von Carl Friedrich Meyer im März 2011.
|
Mit seinem Programm „Tönet ihr Pauken, erschallt ihr Posaunen“ gastierte das Ensemble „percussion posaune leipzig“ am 30. Dezember 2011,
19 Uhr in der Stadtkirche Kitzingen.
|
|
Ein Geburtstagsgeschenk ist etwas einmaliges. An den meisten Geschenken kann man sich immer wieder erfreuen, doch das Musik-Theater „Glaube ist alles“, das sich die evangelische Kirchengemeinde Kitzingen anlässlich des 500. Geburtstags des Kitzinger Reformators Paul Ebers gemacht hat, wird wirklich eine einmalige Angelegenheit bleiben. Wer am Sonntag nicht in der Stadtkirche in Kitzingen war und die musikalisch-theatralische Entdeckungsreise durch das Leben des berühmten Sohnes der Stadt miterlebt hat, der hat etwas verpasst. Rund 400 Besucher ließen sich auf die knapp dreistündige Reise ein. Und wurden dabei ganz schön gefordert. Denn wer sich auf eine kleine, kurzweilige Geschichtsstunde, begleitet von einigen modernen Pop-Songs und etwas Instrumentalmusik eingerichtet hatte, wurde eines besseren belehrt. Der Frankfurter Theaterautor Thomas Klischke, der das Stück geschrieben hat und als Moderator durch die Handlung führte, hatte viel Tiefgang in die Handlung hineingepackt. Als fiktiver Nachfahre des Reformators lud er die Zuschauer ein, sich mit ihm auf die Spurensuche nach den Stationen Paul Ebers in Kitzingen und in seinen Wirkungsstätten zu machen. Dabei kamen per Videoeinblendungen neben vielen Kitzingern auch Universitätsprofessoren zu Wort. Szenisch dargestellt wurde das Leben Paul Ebers von Schauspielern, die den Theologen als Kind und Erwachsenen mimten und die Entwicklung des 1511 geborenen Ebers nahe brachten: Von den ersten Jahren, als der Sohn eines Schneiders in der Kitzinger Falterstraße im Haus der heutigen Bäckerei Will aufwuchs, über die Jahre auf der Lateinschule in Ansbach und dem Gymnasium in Nürnberg, seinen Unfall mit einem Pferd, der ihm Zeit seines Lebens zusetzte, bis hin zu seinen Studien und dem späteren Wirken als Universitätsprofessor in Wittenberg. „Wind of change“ – der Erfolgssong der deutschen Hardrock-Band „Scorpions“, der 1990 gleichermaßen als Hymne der deutschen Wende stilisiert wurde, markierte im Stück einen roten Faden, der das Auflehnen der späteren Reformatoren gegen Rom symbolisieren sollte. Keine Frage, der Katholizismus zu Beginn des 16. Jahrhunderts kam nicht besonders gut weg. Was aber auch anhand von Zitaten von Kirchenfürsten und geschichtlichen Fakten aus dieser Zeit belegt wurde. Reformation, Krieg, die Pest, die Begegnungen und der Austausch mit Martin Luther und Philipp Melanchthon – all diese Stationen wurden vor einen historischen Kontext dargestellt, und zwar ohne das Langeweile aufkam. Ein gar nicht so einfaches Unterfangen für eine Darbietung, die doch einiges an Sitzfleisch voraussetzte. Dass die Zeit aber dennoch wie im Flug verging, dafür sorgten die Theatergruppe und der Jugendchor der Stadtkirche, eine komplette Rock-Band inklusive Bläsern sowie ein kleines Orchester, allesamt unter Leitung von Kantor Carl-Friedrich Meyer. Moderne Pop-Songs wie Xavier Naidoos „Dieser Weg“ oder Oldies wie Louis Armstrongs „What a wonderful world“ kamen ebenso zu Gehör wie Lieder, die auf Paul Eber zurück gehen und wie beispielsweise „Wenn wir in höchsten Nöten sind“ heute noch im evangelischen Gesangbuch ihren festen Platz haben. Rund 50 Mitwirkende konnte man auf der „Bühne“ (dem Aufgang zum Altarraum und dem Bereich davor) zählen. Wirklich großes Theater, das die Paul-Eber-Gemeinde ihrem Namensgeber zu Ehren veranstaltet hat. Ein Abend, der wohlig im Gedächtnis bleibt. Von unserem Mitarbeiter Timo Lechner |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
Der Kantatengottesdienst im Rahmen der Paul-Eber-Tage 2011 zu Kitzingen war ein Erlebnis. Die Paul-Eber-Kantorei und das Orchester Amadè sowie die Solisten Elena Roeder, Wolfgang Klose und Matthias Degen boten unerwartete Höhepunkte an.
Unsere Landrätin, Frau Tamara Bischof und viele prominente Besucher nahmen an diesem Festgottesdienst teil. Der Gottesdienst unter Leitung von Dekan Kern, war ein Highlight in der Kitzinger Kirchengeschichte. Dazu trug Regionalbischof Christian Schmidt, vom Kirchenkreis Ansbach-Würzburg, mit einer wundervollen lebendigen Predigt bei. Bischof Schmidt predigte nicht alleine: Er hielt Zwiesprache mit Paul Eber, dem in Kitzingen geborenen großen Reformer und Nachfolger von Luther in Wittenberg.
Ein Bischof, der ein Rollenspiel von besonderer Art und Qualität, darbot, nämlich zwischen einem heute lebenden Bischof und dem damaligen Mitreformator Paul Eber. Viele der Gottesdienstteilnehmer wurden zum Schmunzeln und Lachen, aber auch zum Nachdenken angeregt.
Und dann wieder der Chor und das Orchester: Ein Carl Friedrich Meyer, der aus dem Vollen schöpfte, der Orchester, Chor und zeitweise auch die anwesenden Besucher zur Mitwirkung einlud und anregte. Was zum Schluss des Gottesdienstes die Anwesenden zu langem Beifallsklatschen brachte. Viele hatten sicher so eine Symbiose noch nie in einem Gottesdienst erlebt.
Text und Foto: Willi Hertlein
Am Sonntag, den 30. Oktober findet in der Stadtkirche Kitzingen die Aufführung der Messe Es-Dur von Franz Schubert statt. Beginn ist um 17.00 Uhr. Die „Unvollendete Sinfonie“ des gleichen Komponisten ist das zweite Werk des Konzerts.
In ökumenischer Freundschaft singen die beiden Chöre der evangelischen Stadtkirche und der katholischen St. Johannesgemeinde, begleitet vom „Consortium Musicale Würzburg“ (Konzertmeister: Herwig Zack). Die musikalische Gesamtleitung teilen sich Regionalkantor Christian Stegmann und Dekanatskantor Carl Friedrich Meyer.
Die Messe Es-Dur entstand 1828, in Schuberts letzten Lebensmonaten. Wie viele seiner bedeutenden Spätwerke, z.B. die C-Dur-Sinfonie oder der Liederzyklus Die Winterreise, hat Schubert die Messe selbst nie gehört. Die Uraufführung im Oktober 1829 unter der Leitung von Schuberts Bruder Ferdinand stieß beim Publikum auf große Resonanz, worauf weitere Aufführungen folgten. Ein zeitgenössischer Rezensent bezeichnete Schuberts letzte Messe als „gewiss eines seiner tiefsten und vollendetsten Werke“.
Karten für dieses Konzert sind im Vorverkauf ab 5. Oktober bei Leder-Frisch, Leidenhof 1, 97318 Kitzingen (Tel: 7154) und an der Abendkasse ab 16.15 Uhr erhältlich.
Samstag, den 22.Oktober um 19.00 Uhr, Evangelische Kirche Albertshofen
Orgel trifft Saxophon - Lust-volle Klänge
mit Alexander Därr (Orgel) – Lutz Häfner (Saxophon)
|
Wenn Alexander Därr an der Orgel musiziert, ist das mehr als nur Kirchenmusik. Denn gerade als Komponist und Arrangeur nutzt er die endlose Palette an Möglichkeiten, die ihm die „Königin der Instrumente“ zur Verfügung stellt. Dabei beweist er ein absolut feinsinniges Gespür für den richtigen Moment und gekonnte Virtuosität, womit er das Publikum immer wieder in seinen Bann zieht. So sind auch seine Arrangements für Orgel und Saxophon faszinierende Entdeckungsreisen in neue Klangwelten. |
|
Am Samstag, den 15. Oktober fand in der Stadtkirche Kitzingen ein Orgelkonzert mit Kirchenmusikdirektor Hermann Bohrer aus Wunsiedel statt. Bohrer , geb. 1950, studierte Kirchenmusik in Bayreuth und an der Hochschule für Musik und Darstellende Künste in Frankfurt/Main. Von 1976 bis 2001 war er Stadt- und Dekanatskantor in Wunsiedel. Seit 2002 ist er freier Organist und konzertiert bei Gottesdiensten und Konzerten im In- und Ausland. Hermann Bohrer spielte auf der Steinmeyer-Orgel Werke u.a. von Dietrich Buxtehude, Johann Sebastian Bach und Robert Schumann. |
![]() |
Bereits zum dritten Mal findet ein Orgelspaziergang in Kitzingen statt, der von den beiden Kantoren Christian Stegmann und Carl Friedrich Meyer gemeinsam organisiert wird.
Start ist um 16.00 Uhr in der katholischen Stadtpfarrkirche St. Johannes bei freiem Eintritt.
Hier spielt Carl Friedrich Meyer dreißig Minuten Orgelwerke von Buxtehude, Bach und Lefebure-Wely.
Der zweite Teil findet in der Kapuzinerkapelle statt. Zu Gehör kommen hier ab ca. 16.45 Uhr barocke und moderne Kompositionen u.a. von Frescobaldy, Kerll und Schütz.
Nach dem Spaziergang zur evangelischen Stadtkirche improvisiert Christian Stegmann ab ca. 17.30 Uhr über ökumenische Osterlieder.
Der Orgelspaziergang endet traditionell mit einem Glas Sekt und Gebäck im Vorraum der Stadtkirche.
Die beiden Kirchenmusiker Stegmann und Meyer freuen sich über viele ökumenische Zuhörer und Spaziergänger!